Mittwoch, 26. August 2009



Wir haben uns zeitig auf den Weg zum Grand Teton National Park gemacht. Die Fahrt begann, wie in den letzten Tagen häufiger, mit Wüste. Denkt nicht das Foto stammt aus der Sahara. Das ist immer noch USA. Unserer Erfahrung nach ist der Name Basin im Landschaftsnamen untrennbar mit Wüste verbunden. Beim Blick auf die Karte stellen wir fest, das es davon in den USA eine Menge geben muss.

Die Fahrt führte uns von Salt Lake City nach Nordost. Auf dem Weg haben wir einen kleinen Abstecher zu einem National Monument gemacht. Dort kann man in einem verlandeten See verschiedene Fossilien der Urzeit bestaunen. Das war interessant. Die Landschaft sah dort jedoch genau so öde aus, sodass ich euch nicht mit einem weiteren Wüstenbild langweilen möchte. Je näher wir dem Grand Teton National Park kamen, wurde die Landschaft auch interessanter. Die Berge erreichen dort eine Höhe von über 4000m. Unsere Lodge in Jackson liegt schon auf etwa 2000 m. Bei uns in den Alpen findet man da noch ein paar Almen, hier leben etwa 8000 Menschen.

Hier ein Foto auf ganz speziellen Wunsch. Wie das physikalisch funktioniert ist mir auch unklar. Es muss etwas mit den Kristallen die sich ablagern zu tun haben.

Dienstag, 25. August 2009

Morgens sind wir als erstes ins Freilichtmuseum von Salt Lake City gefahren. Das ging nicht mehr zu Fuß, da es etwas außerhalb der Stadt liegt ganz in der Nähe des Olympischen Dorfes der Winterspiele von 2002. In diesem Museum wird die Lebensweise der ersten Siedler, d.h. der vom Osten der USA nach Salt Lake City ausgewanderten Mormonen gezeigt.



Könnt ihr euch vorstellen das in dieser Hütte 13 Menschen gelebt haben? Die sieben Jungs der Familie mussten die Leiter rechts an der Hütte hoch und unter dem Dach schlafen.



Mit diesen Wagen kamen die Mormonen aus dem Osten der USA.
Überall kann man auch mormonische Kunst in Form von Plastiken und Gemälden bewundern. Die erinnert einen jedoch verdächtig an die Kunst der Buren in Südafrika oder an Nazikunst bzw. an Kunst des real existierenden Sozialismus. Kurz gesagt, lange kann man das nicht ertragen. Kurzentschlossen haben wir uns zu den Bergen etwa 25 Meilen südlich von Salt Lake City aufgemacht. Dort gibt es die Timpanagos Caves, ein nationales Monument. Dieser Abstecher hat sich landschaftlich und von den Tropfsteinhöhlen sehr gelohnt. Das Gebirge erreicht dort Höhen von über 3000 m. Die Tropfsteine sind ganz etwas besonderes. Sie wachsen nicht nur vertikal sondern auch horizontal. Daher werden sie auch Helictites und Anthodites genannt.

Montag, 24. August 2009

Heute stand eine Besichtigung der Innenstadt von Salt Lake City auf der Tagesordnung. Gegen 9:00 Uhr waren wir bereits am Info-Zentrum des Tempelbezirks wo wir sofort von einem freundlichen älteren Mitglied der Mormonen in Beschlag genommen und zugetaktet wurden. Nach einiger Zeit hat er uns an zwei Schwestern der Kirche aus Indonesien und Mexiko zu einer Führung durch den Tempelbezirk abgegeben. Es befinden sich in Salt Lake City viele junge Menschen, besonders Frauen, die als Missionare geschult werden. Die ersten Opfer sind die Touristen. Die Führung war freundlich und sachkundig und wie alle Führungen in Salt Lake City kostenlos. Überall sind ehrenamtliche Helfer im Einsatz die wahrscheinlich hoffen durch den kostenlosen Einsatz, bösartig würde ich es als Frohndienst bezeichnen, dem ewigen Leben näher zu kommen. Das scheint wohl die Gemeinsamkeit aller Kirchen zu sein. Vom 26. Stock der "Konzernverwaltung" der Mormonen hatte man jedoch einen Superblick über Salt Lake City. Das Gebäude ist super abgesichert. Man bekommt einen Guide zugeteilt der die Sicherheitsschleusen passieren kann und wird in einem Aufzug ohne Zwischenhalt in den 26. Stock gefahren. Es ist der einzige Ort von dem aus man den Tempel ganz fotografieren kann.



Direkt neben dem Tempel, der selbst für die meisten Momonen nicht zugänglich ist, befindet sich ein ovaler Bau Tabernakel genannt. Der Bau ist etwa genau so alt wie der Tempel und die Heimat des berühmten Mormon Tabernacle Choir. Donnerstagsabends kann man einer öffentlichen Probe des Chores beiwohnen. Die Akustik ist phänomenal, man hört buchstäblich eine Stecknadel fallen. Der Hall ist für Konzerte optimal. Da wir am Donnerstag jedoch bereits woanders sind, haben wir mittags einem halbstündigen Orgelkonzert gelauscht. Es befindet sich die zweitgrößte Orgel der Welt in dem Bau mit über 11000 Pfeifen. Da die größten vorne stehen, sieht man die meisten Pfeifen nicht, sodass die wahre Größe der Orgel gar nicht auffällt.



Salt Lake City ist auch die Hauptstadt von Utah. Das bedeutet es besitzt auch ein Capitol mit Sitz des Landesparlaments. Die Capitole der Bundesstaaten sind alle dem Vorbild in Washington D.C. nachempfunden. Das Capitol von Salt Lake City soll allerdings sogar erdbebensicher sein.

Sonntag, 23. August 2009

Heute sind wir von Blackfoot in Idaho nach Salt Lake City in Utah gefahren. Zu unserer großen Überraschung hat es auf der Fahrt sogar geregnet. Als wir in die Nähe von Salt Lake City kamen erschien auch pünktlich wieder die Sonne, sodass wir Antelope Island besuchen konnten. Das ist eine Insel mitten im großen Salzsee die über eine Straße erreichbar ist. Büffel und Antilopen haben sich uns auch in den Weg gestellt und wollten unbedingt fotografiert werden. Mir war bis jetzt allerdings unklar das es in den USA Antilopen gibt. Die hatte ich immer nach Afrika gepackt.



Nachmittags haben wir unser Hotel in Salt Lake City Downtown angesteuert. Es liegt wirklich ganz zentral, sodass wir die Innenstadtbesichtigungen zu Fuß machen können. Das wir einen Tag früher als gebucht waren hat keine Probleme bereitet. Die drei gebuchten Tage wurden um einen Tag nach vorne verlegt. Jetzt haben wir einen Tag mehr in den nachfolgenden Nationalparks.
Aber jetzt heißt es erst einmal Wäsche waschen. Auch davon bleibt man bei einer so langen Reise nicht ganz verschont.

Samstag, 22. August 2009

Die Fahrt von Ontario / Oregon nach Craters of the moon N.P. begann landschaftlich gesehen heute wie sie gestern endete, mit Wüste soweit das Auge reicht.



Da wir zeitlich gut lagen, wollten wir noch einen Abstecher in ein amerikanisches Skigebiet machen in der Hoffnung bewaldete Berge zu sehen. Wir müssen erst Montag in Salt Lake City sein, eine Hiking-Tour hätten wir gut noch einschieben können. Das war jedoch ein Denkfehler. Die Berge blieben genau so kahl, was natürlich den Vorteil hat das für die Skilifte keine Bäume gefällt werden brauchen. Wir hätten uns allerdings völlig neu mit Outdoor-Kleidung eindecken können. Es war Ausverkauf und damit alles noch günstiger als die für deutsche Verhältnisse ohnehin schon günstigen Preise. Einen zusätzlichen Koffer wollten wir nicht kaufen, so haben wir es bei einem Kaffee im Starbucks belassen. Den gibt es selbst im Sun Valley.



Nach Begutachtung der Landschaft haben wir auf eine Wanderung verzichtet und sind zu den Craters of the moon gefahren. Eine Wanderung in kahlen Bergen bei 30°C bringt nicht die wahre Freude.
Die Craters of the moon waren jedoch beeindruckend. Quadratkilometerweise schwarze Lavaströme, bzw. Lavabrocken von vielen kleinen Vulkankegeln oder Erdspalten. Die Vulkane liegen teilweise so dicht beieinander das sie sich bei den oft gleichzeitigen Ausbrüchen gegenseitig zugeschüttet haben. Hier ein paar Bilder wie es dort aussieht.



Auf den Aschekegel sind wir natürlich gestiegen. Übernachten werden wir in Blackfoot / Idaho, denn seit heute befinden wir uns in Idaho. Morgen geht es weiter nach Salt Lake City.

Freitag, 21. August 2009

Gestartet sind wir heute zum Lava Butte einem kleinen Vulkan in der Nähe von Bend. Es hat uns gut gefallen. Der Ausbruch hat vor gut 6000 Jahren stattgefunden. Uns hat überrascht wie wenig bewachsen die Lavaströme sind. In der Umgebung sind jede Menge dieser kleinen Vulkane die in der Caldera eines Supervulkans Newberry entstanden sind. Sämtliche Vulkane gelten noch als aktiv.



Die Lava ist schwarz, der Vulkankegel besteht aus Asche. Wie ihr seht gibt es kaum Bewuchs. Das hat uns doch beeindruckt.
Die Fahrtrichtung führt uns jetzt Richtung Osten zu den Craters of the moon und Salt Lake City. Dort haben wir ab dem 24. August ein gebuchtes Hotel. Östlich von Bend beginnt die Wüste. Wir sind heute etwa 300 Meilen durch trostloseste Landschaften gefahren. Interessant ist es trotzdem. Besonders wie eng die verschiedenen Landschaften von schneebedeckten Bergen mit und ohne Wäldern bis hin zu Wüsten beieinander liegen. Das gibt es vermutlich nur in den USA. Der einzige Landschaftstyp der hier fehlt sind tropische Regenwälder. Übrigens, wir sind euch eine Stunde näher gekommen. Heute haben wir im Osten Oregons die Pazific time verlassen und sind in die Mountain time gewechselt.



Sehr heiß ist es immer noch, über 37°C. Wir haben allerdings erneut eine Lodge mit guter und leiser Klimaanlage in Ontario / Oregon aufgetrieben. Die Hitze wird uns wohl auch in den nächsten Tagen treu bleiben.